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Hämorrhoiden
entstehen aus dem venösen Schwellkörper
des Enddarms. Dieser Schwellkörper dient zum Feinverschluss
des Afters, um den Mastdarm vor flüssigem Stuhl
oder Gasen abzudichten. Ist dieser Schwellkörper
krankhaft erweitert, spricht man von Hämorrhoiden.
Analfissur
ist ein Einriss im Bereich der Analhaut
und führt zu starken Schmerzen, insbesondere beim
Stuhlgang. Dieser Schmerz führt zu einer Scheu
vor der Darmentleerung mit der Folge einer Verstopfung,
sodass die folgenden Stuhlgänge umso schmerzhafter
werden. Es kommt zu einem Teufelskreis: harter Stuhlgang
- Einriss - Schmerzen - Verkrampfung des Schließmuskels
mit verminderter Gewebedurchblutung - schlechte Abheilung
des Einrisses - Verhalten des Stuhls und Verstopfung
- harter Stuhl usw.. Durch diesen Teufelskreis können
die an sich harmlosen aber extrem schmerzhaften Fissuren
über viele Wochen, manchmal Monate nicht abheilen.
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Analthrombose
fühlt der Patient als schmerzhaften
Knoten am After. Es handelt sich um ein Gerinnsel der
äußeren Schwellkörper. Im Gegensatz
zu einer Beinvenenthrombose kann die Analthrombose zu
keiner Embolie führen und ist somit harmlos. Das
Gerinnsel in den Venenpolstern führt zu einer Gewebedehnung
sowie zu einer Entzündung, die beide zu Schmerzen
führen.
Analekzem
ist eine Entzündung der Analhaut.
Anorectalabszess
ist ein bakteriell verursachter Eiterherd,
der seinen Ausgang von entzündeten Drüsen
des Analkanals nimmt. Die Beschwerden beim Anorectalabszess
sind erheblich: er schmerzt stark in Ruhe und noch stärker
bei Bewegungen. Der Patient empfindet einen heißen
prallen Knoten um den After, der Allgemeinzustand ist
beeinträchtigt, der Patient fühlt sich krank,
Fieber ist nicht selten.
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Analfistel
ist ein Eitergang neben dem After
mit Verbindung zum Mastdarm, aus dem sich eitriges Sekret
entleert. Im Unterschied zu Abszessen ist sie nicht
geschlossen, deswegen schmerzt sie nicht. Sie beeinträchtigt
die Lebensqualität aber durch ständiges Nässen.
Marisken
sind überschüssige Hautfalten
am After, die nicht schmerzen, aber die Reinigung erschweren.
Das verstärkte Reiben führt öfter zu
Ekzemen mit Juckreiz, Nässen, selten auch zu Blutungen.
Oft sind die Marisken mit Hämorrhoiden vergesellschaftet
und bilden sich zum Teil oder ganz nach der Behandlung
von inneren Hämorrhoiden zurück. Ansonsten
ist ihre Entfernung durch einen kleinen chirurgischen
Eingriff in lokaler Betäubung problemlos möglich.
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Darmkrebsvorsorge
Darmkrebs ist einer der häufigsten
bösartigen Tumore beim Menschen. Die Erkrankung
tritt häufig im höheren Alter auf. Da aber
unter anderem erbliche Faktoren für die Entstehung
von Darmkrebs verantwortlich sind, können auch
junge Menschen daran erkranken. Darmkrebs ist heilbar,
wenn er frühzeitig erkannt wird. Darum ist die
Vorsorgeuntersuchung äußerst wichtig.
In den meisten Fällen entseht Darmkrebs
aus vorerst gutartigen Polypen (siehe Darmpolypen).
Diese verursachen keine Beschwerden und werden deshalb
oft nicht frühzeitig entdeckt. Wenn erst einmal
die typischen Symptome auftreten, ist meist schon viel
wertvolle Zeit vergangen.Die sicherste Methode Polypen
rechtzeitig zu finden und zu entfernen ist die Darmspiegelung
(siehe Koloskopie).
Eine Vorsorgeuntersuchung wird ab dem
50. Lebensjahr empfohlen.
weitere Infos zu diesem Thema finden Sie
auch unter: www.darmkrebs.de
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Dickdarmdivertikel
Divertikel sind Ausstülpungen
der Dickdarmwand. Meist kommen sie in größerer
Zahl vor, man spricht dann von Divertikulose. Die Divertikulose
ist eine typische Zivilisationserkrankung des 20.Jahrhunderts.
Ab dem 60.Lebensjahr findet man bei ca.
der Hälfte der Bevölkerung Divertikel. Wahrscheinlich
entwickeln nur etwa 10 Prozent davon Symptome.
In diesen Ausstülpungen können
sich Stuhlreste halten und dadurch eine Entzündung
(Divertikulitis) hervorrufen. Diese führt zu Schmerzen
im Bauch eventuell verbunden mit Fieber. Häufige
Entzündungen der Divertikel führen zur Verengung
des jeweiligen Darmabschnittes und damit zu Schwierigkeiten
beim Stuhlgang.
Im schlimmsten Fall kann so eine Entzündung
zum Darmdurchbruch führen. Dies stellt eine lebensbedrohliche
Situation dar. Die beste Vorbeugung ist gesunde, ballaststoffreiche
Ernährung sowie das Trinken von 2 Liter Flüssigkeit
pro Tag.
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Analhygiene
sollte schonend sein, um Reizungen
und ein Analekzem zu verhindern: ein weiches Toilettenpapier
ist zu empfehlen. Die Reinigung sollte sanft abtupfend
erfolgen, am besten mit einem angefeuchteten Papier.
Ideal wäre die Reinigung mittels Bidet. Anschließend
sollte trocken getupft werden. Die industriell angebotenen
Nasstücher sind nicht empfehlenswert, da eine Allergie
gegen die Konservierungsstoffe, Düfte etc. ausgelöst
werden kann.
Seifen haben im Analbereich nichts verloren, sie reizen
und führen bestenfalls zu Ekzemen.
Wasser ist ausreichend.
Darmpolyp
Ein Darmpolyp ist ein gestielter
Tumor, der sich aus Darmschleimhaut aufbaut. Er kann
in jedem Darmabschnitt vorkommen und muss keinerlei
Symptome verursachen. Nur manchmal machen sich Polypen
durch Blutungen bemerkbar. Wenn Darmpolypen nicht entfernt
werden, kann sich innerhalb von einigen Jahren ein Darmkrebs
entwickeln. Die sicherste Methode um Polypen zu entdecken
und gleichzeitig zu entfernen ist die Koloskopie
(siehe oben).
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Stuhlinkontinenz
Stuhlinkontinenz ist das Unvermögen
willkürlich Stuhl zurückzuhalten, es kommt
zu unfreiwilligem Abgang von geformtem oder flüssigem
Stuhl oder Winden. Für den Betroffenen gibt es
kaum etwas Peinlicheres. Da es als gesellschaftliche
Schande angesehen wird, sprechen die Betroffenen oft
weder mit ihren nächsten Angehörigen noch
mit ihrem Partner darüber. Oft wagen sich diese
Patienten nicht mehr außer Haus und sind sozial
isoliert.
Endoskopie
Mit einem Endoskop (optisches Gerät
mit Lichtquelle) können verschiedene Magen- und
Darmabschnitte untersucht und behandelt werden. Je nach
Organ unterscheidet man die Gastroskopie, Proktoskopie,
Rektoskopie und die Koloskopie.
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