Sign Dr. Helmut Kaindl
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Hämorrhoiden
entstehen aus dem venösen Schwellkörper des Enddarms. Dieser Schwellkörper dient zum Feinverschluss des Afters, um den Mastdarm vor flüssigem Stuhl oder Gasen abzudichten. Ist dieser Schwellkörper krankhaft erweitert, spricht man von Hämorrhoiden.

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Analfissur
ist ein Einriss im Bereich der Analhaut und führt zu starken Schmerzen, insbesondere beim Stuhlgang. Dieser Schmerz führt zu einer Scheu vor der Darmentleerung mit der Folge einer Verstopfung, sodass die folgenden Stuhlgänge umso schmerzhafter werden. Es kommt zu einem Teufelskreis: harter Stuhlgang - Einriss - Schmerzen - Verkrampfung des Schließmuskels mit verminderter Gewebedurchblutung - schlechte Abheilung des Einrisses - Verhalten des Stuhls und Verstopfung - harter Stuhl usw.. Durch diesen Teufelskreis können die an sich harmlosen aber extrem schmerzhaften Fissuren über viele Wochen, manchmal Monate nicht abheilen.

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Analthrombose
fühlt der Patient als schmerzhaften Knoten am After. Es handelt sich um ein Gerinnsel der äußeren Schwellkörper. Im Gegensatz zu einer Beinvenenthrombose kann die Analthrombose zu keiner Embolie führen und ist somit harmlos. Das Gerinnsel in den Venenpolstern führt zu einer Gewebedehnung sowie zu einer Entzündung, die beide zu Schmerzen führen.

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Analekzem
ist eine Entzündung der Analhaut.

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Anorectalabszess
ist ein bakteriell verursachter Eiterherd, der seinen Ausgang von entzündeten Drüsen des Analkanals nimmt. Die Beschwerden beim Anorectalabszess sind erheblich: er schmerzt stark in Ruhe und noch stärker bei Bewegungen. Der Patient empfindet einen heißen prallen Knoten um den After, der Allgemeinzustand ist beeinträchtigt, der Patient fühlt sich krank, Fieber ist nicht selten.

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Analfistel
ist ein Eitergang neben dem After mit Verbindung zum Mastdarm, aus dem sich eitriges Sekret entleert. Im Unterschied zu Abszessen ist sie nicht geschlossen, deswegen schmerzt sie nicht. Sie beeinträchtigt die Lebensqualität aber durch ständiges Nässen.

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Marisken
sind überschüssige Hautfalten am After, die nicht schmerzen, aber die Reinigung erschweren. Das verstärkte Reiben führt öfter zu Ekzemen mit Juckreiz, Nässen, selten auch zu Blutungen. Oft sind die Marisken mit Hämorrhoiden vergesellschaftet und bilden sich zum Teil oder ganz nach der Behandlung von inneren Hämorrhoiden zurück. Ansonsten ist ihre Entfernung durch einen kleinen chirurgischen Eingriff in lokaler Betäubung problemlos möglich.

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Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs ist einer der häufigsten bösartigen Tumore beim Menschen. Die Erkrankung tritt häufig im höheren Alter auf. Da aber unter anderem erbliche Faktoren für die Entstehung von Darmkrebs verantwortlich sind, können auch junge Menschen daran erkranken. Darmkrebs ist heilbar, wenn er frühzeitig erkannt wird. Darum ist die Vorsorgeuntersuchung äußerst wichtig.

In den meisten Fällen entseht Darmkrebs aus vorerst gutartigen Polypen (siehe Darmpolypen). Diese verursachen keine Beschwerden und werden deshalb oft nicht frühzeitig entdeckt. Wenn erst einmal die typischen Symptome auftreten, ist meist schon viel wertvolle Zeit vergangen.Die sicherste Methode Polypen rechtzeitig zu finden und zu entfernen ist die Darmspiegelung (siehe Koloskopie).

Eine Vorsorgeuntersuchung wird ab dem 50. Lebensjahr empfohlen.

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weitere Infos zu diesem Thema finden Sie auch unter: www.darmkrebs.de

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Dickdarmdivertikel

Divertikel sind Ausstülpungen der Dickdarmwand. Meist kommen sie in größerer Zahl vor, man spricht dann von Divertikulose. Die Divertikulose ist eine typische Zivilisationserkrankung des 20.Jahrhunderts.

Ab dem 60.Lebensjahr findet man bei ca. der Hälfte der Bevölkerung Divertikel. Wahrscheinlich entwickeln nur etwa 10 Prozent davon Symptome.

In diesen Ausstülpungen können sich Stuhlreste halten und dadurch eine Entzündung (Divertikulitis) hervorrufen. Diese führt zu Schmerzen im Bauch eventuell verbunden mit Fieber. Häufige Entzündungen der Divertikel führen zur Verengung des jeweiligen Darmabschnittes und damit zu Schwierigkeiten beim Stuhlgang.

Im schlimmsten Fall kann so eine Entzündung zum Darmdurchbruch führen. Dies stellt eine lebensbedrohliche Situation dar. Die beste Vorbeugung ist gesunde, ballaststoffreiche Ernährung sowie das Trinken von 2 Liter Flüssigkeit pro Tag.

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Analhygiene
sollte schonend sein, um Reizungen und ein Analekzem zu verhindern: ein weiches Toilettenpapier ist zu empfehlen. Die Reinigung sollte sanft abtupfend erfolgen, am besten mit einem angefeuchteten Papier. Ideal wäre die Reinigung mittels Bidet. Anschließend sollte trocken getupft werden. Die industriell angebotenen Nasstücher sind nicht empfehlenswert, da eine Allergie gegen die Konservierungsstoffe, Düfte etc. ausgelöst werden kann.
Seifen haben im Analbereich nichts verloren, sie reizen und führen bestenfalls zu Ekzemen.
Wasser ist ausreichend.

Darmpolyp
Ein Darmpolyp ist ein gestielter Tumor, der sich aus Darmschleimhaut aufbaut. Er kann in jedem Darmabschnitt vorkommen und muss keinerlei Symptome verursachen. Nur manchmal machen sich Polypen durch Blutungen bemerkbar. Wenn Darmpolypen nicht entfernt werden, kann sich innerhalb von einigen Jahren ein Darmkrebs entwickeln. Die sicherste Methode um Polypen zu entdecken und gleichzeitig zu entfernen ist die Koloskopie (siehe oben).

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Stuhlinkontinenz
Stuhlinkontinenz ist das Unvermögen willkürlich Stuhl zurückzuhalten, es kommt zu unfreiwilligem Abgang von geformtem oder flüssigem Stuhl oder Winden. Für den Betroffenen gibt es kaum etwas Peinlicheres. Da es als gesellschaftliche Schande angesehen wird, sprechen die Betroffenen oft weder mit ihren nächsten Angehörigen noch mit ihrem Partner darüber. Oft wagen sich diese Patienten nicht mehr außer Haus und sind sozial isoliert.

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Endoskopie
Mit einem Endoskop (optisches Gerät mit Lichtquelle) können verschiedene Magen- und Darmabschnitte untersucht und behandelt werden. Je nach Organ unterscheidet man die Gastroskopie, Proktoskopie, Rektoskopie und die Koloskopie.

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