Sign Dr. Helmut Kaindl
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Analfissur

Die Behandlung der Analfissur
zielt auf einen weicheren Stuhl, Schmerzfreiheit und eine Entspannung der verkrampften Schließmuskeln ab.

Nitroglycerinsalbe:
Mehrmals täglich angewendet, führt sie durch Steigerung der Durchblutung im Schließmuskel zu dessen Entkrampfung und auf diese Weise zur Heilung der Fissur.

Analdehner:
Ein sehr erfolgreiches Hilfsmittel, die Verspannung des Schließmuskels zu beheben und somit die Abheilung der Fissur zu begünstigen, ist der sogenannte "Analdehner". Es handelt sich um ein konisches Kunststoffstäbchen, das mit einem Gleitmittel in den After in entspannter Seitenlage mit angewinkelten Knien eingeführt wird und über 5-10 Minuten zweimal (wenn möglich dreimal) täglich belassen wird. Durch behutsames Einführen bis an die Schmerzgrenze lässt sich so der verspannte Muskel dehnen und Verspannungen lassen sich lösen. Ein Großteil der Fissuren heilt im Akutstadium mit Hilfe der Nitroglycerinsalbe und/oder des Analdehners innerhalb von wenigen Wochen ab. Handelt es sich bereits um eine chronische Analfissur reichen meist konservative Behandlungsmaßnahmen nicht mehr aus. In solchen Fällen ist ein chirurgische Sanierung notwendig.

Der Standardeingriff ist die Laterale Sphinkterotomie:
Dieser Eingriff kann ambulant durchgeführt werden. Es werden dabei nur die innersten verkrampften Schließmuskelfasern durchtrennt. Der Schließmuskel kann sich beim Stuhlgang wieder leicht aufdehnen und die Fissur kann abheilen. Die postoperativen Schmerzen sind meist geringer als die Fissurschmerzen vor der Operation. Obwohl es sich um einen kleinen Eingriff handelt, gehört er in die Hand eines erfahrenen Chirurgen. Bei unzureichender Kenntnis der Materie kann es zur Verletzung des Schließmuskels und damit zu Stuhlinkontinenz kommen.

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