Analfissur
Die Behandlung der Analfissur
zielt auf einen weicheren Stuhl, Schmerzfreiheit und
eine Entspannung der verkrampften Schließmuskeln
ab.
Nitroglycerinsalbe:
Mehrmals täglich angewendet, führt sie durch
Steigerung der Durchblutung im Schließmuskel zu
dessen Entkrampfung und auf diese Weise zur Heilung
der Fissur.
Analdehner:
Ein sehr erfolgreiches Hilfsmittel, die Verspannung
des Schließmuskels zu beheben und somit die Abheilung
der Fissur zu begünstigen, ist der sogenannte "Analdehner".
Es handelt sich um ein konisches Kunststoffstäbchen,
das mit einem Gleitmittel in den After in entspannter
Seitenlage mit angewinkelten Knien eingeführt wird
und über 5-10 Minuten zweimal (wenn möglich
dreimal) täglich belassen wird. Durch behutsames
Einführen bis an die Schmerzgrenze lässt sich
so der verspannte Muskel dehnen und Verspannungen lassen
sich lösen. Ein Großteil der Fissuren heilt
im Akutstadium mit Hilfe der Nitroglycerinsalbe und/oder
des Analdehners innerhalb von wenigen Wochen ab. Handelt
es sich bereits um eine chronische Analfissur reichen
meist konservative Behandlungsmaßnahmen nicht
mehr aus. In solchen Fällen ist ein chirurgische
Sanierung notwendig.
Der Standardeingriff ist die Laterale
Sphinkterotomie:
Dieser Eingriff kann ambulant durchgeführt werden.
Es werden dabei nur die innersten verkrampften Schließmuskelfasern
durchtrennt. Der Schließmuskel kann sich beim
Stuhlgang wieder leicht aufdehnen und die Fissur kann
abheilen. Die postoperativen Schmerzen sind meist geringer
als die Fissurschmerzen vor der Operation. Obwohl es
sich um einen kleinen Eingriff handelt, gehört
er in die Hand eines erfahrenen Chirurgen. Bei unzureichender
Kenntnis der Materie kann es zur Verletzung des Schließmuskels
und damit zu Stuhlinkontinenz kommen.
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